Fragen und Antworten zum Thema Zahnersatz

1. Was hat sich beim Zahnersatz geändert?

Der Zahnersatz bleibt im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung mit dem gleichen umfassenden Anspruch auf Leistungen wie bisher. Änderungen gibt es bei den Zuschüssen der Krankenkassen. Die bisherigen prozentualen Anteile der gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten beim Zahnersatz wurden zum 1.1.2005 durch so genannte befundorientierte Festzuschüsse ersetzt. Implantatgestützten Zahnersatz darf die IKK - Die Innovationskasse bezuschussen. Jedoch bleiben die chirurgischen Maßnahmen für das Implantat reine Privatleistung.

Der befundorientierte Festzuschuss erhöht sich um 20 (bzw. 30) Prozent, wenn Sie für die letzten fünf (bzw. zehn) Kalenderjahre regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Zahnarzt nachweisen können. Ihr Vorteil: Durch die neue Regelung können IKK Versicherte jetzt jede medizinisch anerkannte Versorgungsform wählen, ohne den Festzuschuss zu verlieren. Dazu gehört beispielsweise auch implantatgestützter Zahnersatz.

2. Was gilt als Zahnersatz?

Als Zahnersatz gelten Einzelzahnkronen, Brücken, Prothesen, kombinierte Versorgungsformen und implantatgetragene Kronen, Brücken oder Prothesen. Nicht dazu gehören Zahnfüllungen, Gold- oder Keramik-Inlays, Wurzelkanalfüllungen, Implantate oder Röntgenleistungen.

3. Kann ich Zahnersatz auch privat absichern?

Nein. Die Grundversorgung wird über die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt. Sie können jedoch zusätzliche Leistungen beim Zahnersatz privat absichern.

4. Gibt es weiterhin Härtefallregelungen?

Die Härtefallregelungen für Zahnersatz gelten weiterhin, sie werden nun auf Basis der neuen Festzuschussregelung angewandt. Gesetzlich Versicherte, die Zahnersatz benötigen und über ein geringes Einkommen verfügen (zum Beispiel Sozialhilfeempfänger), erhalten von ihrer Krankenkasse einen Betrag bis zur Grenze des doppelten Festzuschusses, so dass sie die Regelversorgung kostenfrei erhalten.

Als geringes Einkommen gelten monatliche Bruttoeinnahmen bis zu 1.008,00 Euro für Alleinstehende, mit einem Angehörigen 1386,00 Euro, jeder weitere Angehörige zusätzliche 252,00 Euro. Alle Versicherten können mit der gleitenden Härtefallregelung Anspruch auf einen erhöhten Festzuschuss haben. Dieser hängt von der Einkommenshöhe ab. Sie müssen bis zum Dreifachen des Betrages selbst leisten, um den ihr eigenes Einkommen vom geringen Einkommen abweicht.

5. Was sind befundbezogene Festzuschüsse?

Die bisherigen prozentualen Anteile der gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten beim Zahnersatz sind ab 2005 durch so genannte befundorientierte Festzuschüsse ersetzt worden. Damit ändert sich vor allem die Berechnungsgrundlage für die Bezuschussung von Zahnersatzleistungen.

Diese Regelung bringt Patienten einen großen Vorteil: Sie können sich zukünftig für jede medizinisch anerkannte Versorgungsform mit Zahnersatz entscheiden, zum Beispiel für einen implantatgetragenen Zahnersatz, ohne den Anspruch auf den Kassenzuschuss zu verlieren.

6. Ist das Bonusheft jetzt überflüssig?

Nein! Denn der Festzuschuss erhöht sich um 20 (bzw. 30) Prozent, wenn Patienten für die letzten fünf (bzw. zehn) Kalenderjahre regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Zahnarzt nachweisen können. Versicherte sollten deshalb weiterhin zu den jährlichen Kontrolluntersuchungen gehen.

7. Muss ich künftig meine Zahnspange aus eigener Tasche bezahlen?

Nein. An dem Anspruch gesetzlich Versicherter auf kieferorthopädische Behandlung ändert sich nichts. Kieferorthopädische Maßnahmen sind von der Neuordnung der Zahnersatzversorgung nicht betroffen.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung [Link zu: www.die-gesundheitsreform.de]

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